Martin Schirdewan über die verfehlte Krisenpolitik der EU, die populistisch motivierte Ablehnung von Coronabonds durch Berlin und die Chancen der Linken in Europa
Wenn "Bazooka-Maßnahmen" in der Coronakrise in Deutschland richtig und wichtig sind, warum sollten sie es dann in Europa nicht sein? Einer Weltwirtschaftskrise mit Europa als einem der Epizentren wird sich keinesfalls mit nationalen Maßnahmen begegnen lassen
Nur mit entsprechenden Finanzmitteln und einer Stärkung europäischer Demokratie kann die EU die Corona-Krise bewältigen. Die neue Industriestrategie enthält dafür durchaus einige Ansätze
Die politische Dynamik liegt offensichtlich nicht mehr wie bis 2014 bei Linksparteien, sondern zunehmend bei Grünen und der politischen Rechten, die sich auch europäisch neu formieren
Die jetzt erfolgende Weitergabe von Telekommunikationsdaten an staatliche Behörden schafft einen Präzedenzfall, der mit Corona begründet wird, aber demnächst auch für ganz andere Zwecke genutzt werden könnte – meint der Europaabgeordnete der Piraten Patrick Breyer.